Sicherheitstechnik für die Garnisonsstadt im Wandel
Lahr zählt zum Jahresende 2025 rund 51.100 Einwohner und liegt wie Offenburg im Ortenaukreis, jedoch mit einer völlig anderen Wirtschaftsgeschichte. Zwischen 2011 und 2022 wuchs die Bevölkerung nach Zensus-Zahlen bereits um rund 15 Prozent, und das Wachstum hält seither an. Von 1967 bis 1994 war die Stadt Standort der kanadischen Streitkräfte in Deutschland: Die ersten kanadischen Soldaten und Flugzeuge trafen im März 1967 aus dem französischen Marville ein, ab 1970 kam die 4. Mechanisierte Brigade mit Panzern, Haubitzen und Hubschraubern hinzu, mit dem Auftrag, im Ernstfall als Reserve gegen einen möglichen Angriff auf deutsches Gebiet bereitzustehen. Nach dem Abzug der Kanadier 1994 stand ein 600 Hektar großes Areal plötzlich leer, mitten in der Stadt. Seit drei Jahrzehnten entwickelt die städtische Gesellschaft IGZ dieses Gelände zum Gewerbepark, heute mit mehr als 140 Unternehmen und rund 6.000 Beschäftigten. Sicherheitstechnik muss diesen Strukturwandel mit abbilden, von der neu erschlossenen Gewerbefläche bis zur ehemaligen Kaserne, die inzwischen anders genutzt wird.
Die Altstadt rund um den Storchenturm, den Rest einer Tiefburg der Herren von Geroldseck aus den Jahren um 1218/20, zeigt dagegen die deutlich ältere Seite der Stadt. Die wuchtigen Buckelquader im Turm tragen bis heute zahlreiche Steinmetzzeichen und dokumentieren staufische Burgenbaukunst. Zwischen mittelalterlichem Kern und modernem Logistikzentrum liegen in Lahr oft nur wenige Kilometer, mit entsprechend unterschiedlichen Anforderungen an Sicherheitstechnik.
Sicherheitstechnik für den Gewerbepark am Flugplatz
Auf dem ehemaligen Militärgelände wird weiter gebaut: Unter der Bezeichnung "Gewerbepark Raum Lahr III" entstehen im nördlichen Westareal zusätzliche 44 Hektar Nettobaufläche für ansiedlungswillige Betriebe. Für Bauherren und Projektentwickler bedeutet das zunächst Baustellenüberwachung: mobile Kameratechnik und Funkalarmanlagen, die ohne feste Verkabelung auskommen und sich versetzen lassen, sobald der nächste Bauabschnitt beginnt.
Sobald ein Neubau bezugsfertig ist, planen wir meist direkt im Anschluss die dauerhafte Anlage, damit zwischen Bauphase und Betrieb keine Sicherheitslücke entsteht. Gerade bei Hallen mit hochwertiger Lagerware ist die Übergangszeit kurz nach Übergabe erfahrungsgemäß eines der größten Einfallstore für Täter, weil die Zaunanlage fertig, die Meldetechnik aber noch nicht scharf ist. Bauherren im Gewerbepark profitieren zudem davon, dass wir Baustellenüberwachung und Endausbau aus einer Hand planen, statt zwei getrennte Dienstleister koordinieren zu müssen.

